Curriculum Psychotherapie der Traumafolgestörung 24.-25.5.&12.-13.7.&11.-13.10.19&6.-8.3.20 München


Curriculum Psychotherapie der Traumafolgestörung 24.-25.5.&12.-13.7.&11.-13.10.19&6.-8.3.20 München

Buchung / Bestellung möglich

2.305,00 / Ticket(s)
steuerfrei
keine Versandkosten


Module nach BÄK Themen UE
I Behandlung akuter Traumafolgestörungen und Krisenintervention 10
II Behandlung der non-komplexen PTBS 40
II a EMDR Einführung 32
  EMDR Praxistag  
II b 2. Methode im Überblick: CPT/CBT 8
III Behandlung von komplexen Traumafolgestörungen 30
III a EMDR 22
III b 2. Methode im Überblick: Techniken zur Stabilisierung und Ressourcenaktivierung und Affektregulation 8
IV Interkulturelle Kompetenzen, Asyl- und Flüchtlingsthematik 8
V Selbsterfahrung - nicht im Preis enthalten - 10
VI Supervision von eigenen Behandlungsfällen- nicht im Preis enthalten - 10
  Kollegiales Abschlussgespräch

 

Interkulturelle Kompetenzen, Asyl- und Flüchtlingsthematik (Modul IV – 8 UE)

Kultursensible psychosoziale Behandlung von Flüchtlingen im gesellschaftspolitischen Spannungsfeld Psychotherapie bei traumatisierten Flüchtlingen findet in einem gesellschaftspolitischen Spannungsfeld statt.  Basierend auf dem Dreisäulen-Modell  müssen Psychotherapeuten neben der reinen störungsspezifischen Behandlung weitere Einflussfaktoren berücksichtigen, die den therapeutischen Prozess mit bestimmen und begleiten. Der politische Kontext, in dem Traumatisierung stattgefunden hat, prägt bei vielen Flüchtlingen das Gefühl eines kollektiven Leidens und kann daher in der Therapie nicht ausschließlich als individuelles Leid verstanden und behandelt werden. Das Ernstnehmen von exilpolitischen Belastungen und migrationsspezifische Faktoren vor allem zu Behandlungsbeginn ist Voraussetzung dafür, dass sich Patienten in ihrer schwierigen Lebenssituation verstanden fühlen. Begleitend für den gesamten Behandlungsverlauf ist ein kultursensibler Umgang mit Flüchtlingen notwendig, um anderen Vorstellungen von Krankheit und Heilung gerecht zu werden. Am Beispiel des Behandlungskonzepts von REFUGIO München soll ein integratives Vorgehen bei der Behandlung von Flüchtlingen veranschaulicht werden.

Behandlung akuter Traumafolgestörungen und Krisenintervention (Modul I 10 UE)

In diesem praxisorientierten Workshop wird der therapeutische und professionelle Umgang mit akuten Traumasituationen und Krisen eingeübt. Vor allem der richtige Umgang mit akuten Symptomen wie bespielsweise Suizidalität, Ängsten, Dissoziation und Verwirrtheit wird erarbeitet. Dabei wird auf die Förderung von gesunden Verarbeitungsprozessen eingegangen und wie diese gefördert werden können. Zudem werden Besonderheiten bei Großschadensereignissen und dem Ablauf am Einsatzort thematisiert. Hierbei wird auch auf die Helferrolle eingegangen und Besonderheiten von Arbeitsunfällen und Debriefing-Maßnahmen praktisch aufgezeigt. Hierbei wird die Gesprächsführung am Einsatzort, traumaspezifische Krisenintervention und der Einbezug von Angehörigen dargestellt.

Ein Behandlungsprotokoll für akute Traumata wird eingeführt, der beste Zeitpunkt für den Einsatz von konfrontativen und verarbeitenden Behandlungstechniken und –maßnahmen wird aufgezeigt und auf typische Probleme in der Behandlung eingegangen.

Cognitive Processing Therapy (CPT nach Patricia Resick) bei PTBS nach Typ-I-Traumatisierungen
(Modul II a 8 UE)

Die S3-Leitlinie zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) betont die Wirksamkeit trauma-fokussierter psychotherapeutischer Verfahren in Hinblick auf die Reduktion der PTBS-Kernsymptomatik (intrusives Wiedererleben, Vermeidungsverhalten, chronische Übererregbarkeit sowie negative Veränderungen in Gedanken und Stimmung). Insbesondere sind die Effekte von kognitiv-behavioralen Therapieansätzen mit Traumafokus sowie von EMDR gut belegt.
In diesem Workshop soll als Beispiel einer kognitiv-behavioralen Methode die Cognitive Processing Therapy (CPT nach Patricia Resick) bei PTBS nach Typ-I-Traumatisierungen vorgestellt werden. Das deutschsprachige Manual (König et al., 2012) strukturiert die Behandlung im Rahmen von insgesamt 15 Sitzungen. Arbeitsblätter und therapeutische Hausaufgaben sind feste Bestandteile aller Termine. Auch wenn in der CPT Narrative zur Traumaexposition verwendet werden, stehen diese - im Gegensatz zur prolongierten Exposition - nicht im Vordergrund der Behandlung. Stattdessen werden die kognitive Modifikation dysfunktionaler trauma-assoziierter Bewertungen und Gefühle, sowie deren Auswirkungen auf das Leben der PatientInnen fokussiert. Begleitend werden Betroffene bei der Strukturierung ihres Alltags unterstützt (z.B. durch den Aufbau von Aktivitäten und Kontakten), was zur gleichzeitigen Besserung komorbider affektiver Erkrankungen beiträgt.
Im Rahmen des Workshops werden relevante verhaltenstherapeutische Störungsmodelle der PTBS sowie die einzelnen Module des CPT-Manuals vorgestellt. Ausgewählte therapeutische Bausteine werden anhand von praktischen Übungen erlernt, weiterhin werden einzelne Methoden mit Hilfe von Fallbeispielen verdeutlicht.
Literaturempfehlung:
König, J., Resick, P., Karl, R. & Rosner, R. (2012). Posttraumatische Belastungsstörung. Ein Manual zur Cognitive Processing Therapy. Göttingen: Hogrefe.   

Techniken zur Ressourcenaktivierung, Stabilisierung und Affektregulation – Vorstellung konfrontativer Methoden, Kombination stabilisierender und konfrontativer Methoden (Modul III b 8 UE)

In diesem Modul wird speziell auf die Besonderheiten in der Traumatherapie mit komplex traumatisierten Menschen eingegangen. Nach Zahlen über Prävalenz und Vorkommen der häufigsten komorbiden Störungsbilder wird ein Überblick gegeben über die Verzahnung von stabilisierenden und konfrontierenden Methoden und Techniken. Einen besonderen Schwerpunkt bilden hierbei die Vorstellung und Einübung von Methoden zur Ressourcenaktivierung, Affektregulation, Dissoziationsstopp, Triggeranalyse und Diskriminationslernen sowie weiteren Steuerungs- und Distanzierungstechniken. Therapeutisches Ziel ist die Veränderung tief verankerter maladaptiver Kognitionen (Schuld), Emotionen (Scham, Ekel) und dysfunktionaler Verhaltensweisen (Vermeidung, Impulskontrollverlust) durch die Integration des Traumas nach der Verarbeitung und des Aufrechterhaltens des Bezugs zur Gegenwart sowie des Schaffens einer Zukunftsperspektive. Eingegangen wird ebenso auf die Besonderheiten in der Gestaltung der therapeutischen Beziehung (Nähe-Distanz Regulation).

EMDR Einführung (Modul II a 32 UE)

Während unseres 2 ½tägigen Einführungs-Seminars erlernen Sie die Anwendung der EMDR Methode: traumaspezifische Diagnostik, Indikationen und Kontraindikationen, die acht Phasen der EMDR-Behandlung (EMDR-Standard-Protokoll). Die praktische Anwendung des EMDR wird in Kleingruppen unter Anleitung erfahrener EMDR-SupervisorInnen eingeübt. Nach dem Seminar können Sie EMDR bei eigenen Behandlungen einsetzen.

EMDR Praxistag (Modul II a)

Am Praxistag werden die Grundlagen theoretisch und praktisch (in supervidierten   Kleingruppen) vertieft und erste eigene Erfahrungen besprochen.

EMDR Fortführung (Modul III a )

Während unseres 2,5-tägigen Fortgeschrittenen-Seminars wird die erweiterte Form der EMDR Methode erläutert. Dieser Teil der Ausbildung ist für die Behandlung komplexer Traumafolgestörungen unerlässlich und enthält: den Umgang mit Blockaden im Prozess, kognitives Einweben, CIPOS und ressourcenzentrierte EMDR-Techniken. Erweiterte Anwendungsmöglichkeiten des EMDR bei bestimmten Patientengruppen (z.B. Angststörungen, dissoziative Störungen, Akuttrauma, traumatisierte Kinder und Jugendliche) werden ebenfalls vorgestellt. Die neuen EMDR-Techniken werden auch praktisch in supervidierten Kleingruppen eingeübt.

 

 

Auch diese Kategorien durchsuchen: Kategorien, Kursreihen, Fortbildung