Sexuelle Probleme nach sexuellen Gewalterfahrungen | 22.02.2019 | München


Sexuelle Probleme nach sexuellen Gewalterfahrungen | 22.02.2019 | München

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Sexuelle Probleme nach sexuellen Gewalterfahrungen
Dr. Melanie Büttner

Freitag, 22.02.2019 von 09.30 – 17.00 Uhr
Lindwurmstr. 117, München

Menschen, die in der Vergangenheit sexueller Gewalt ausgesetzt waren, erleben ihre Sexualität oft als problematisch. Jemandem zu vertrauen, der ihnen körperlich nah kommt, fällt ihnen schwer. Bedürfnisse und Grenzen zu spüren ist kaum möglich. Berührungen führen dazu, dass sie am liebsten weglaufen möchten. Angst, Ekel, Übelkeit oder Ohnmacht steigen in ihnen auf. Der Körper spürt nichts mehr, der Geist schaltet ab. Oft ist der Sex schmerzhaft oder gar nicht möglich, weil sich im Intimbereich alles verkrampft. Das alles ist so schwer auszuhalten, dass viele Betroffene der Sexualität lieber aus dem Weg gehen. Andere wollen ihre/n Partner nicht enttäuschen und versuchen es irgendwie auszuhalten, doch es geht ihnen nicht gut damit. Es gibt aber auch Betroffene, die sich selbst sexualisieren und objektifizieren. Ein ungestilltes Bedürfnis nach Zuwendung zieht sie zu immer neuen Sexpartnern. Sie lassen sich auf sexuelle Kontakte ein, ohne sich vor ansteckenden Krankheiten, ungewollter Schwangerschaft oder gewalttätigen Übergriffen zu schützen.


Dieser Workshop vermittelt Grundlagenwissen zu sexuellen Störungen nach sexuellen Gewalterfahrungen und stellt einen therapeutischen Ansatz vor, der Elemente aus der Trauma-, Sexual-, Körper- und systemischen Therapie verbindet. Zahlreiche Fallbeispiele und Videodokumentationen ergänzen die praxisnahe Informationsvermittlung.


Literatur: Büttner, M. (Hrsg.). Sexualität und Trauma – Grundlagen und Therapie traumaassoziierter sexueller Störungen. Schattauer/Klett-Cotta, 2018.

 

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Personen in therapeutischen und beraterischen Berufen, wie z. B. psychotherapeutisch tätige Psychologen, Ärzte, Sozialpädagogen und Heilpraktiker, aber auch an Sexualtherapeuten, Sexualberater, Körpertherapeuten und Physiotherapeuten.

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